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8.7.09

Optimales Zusammenspiel: Windows Server 2008 R 2 und Windows 7

Dr. Klaus von Rottkay, Director Business Group Server & Tools bei Microsoft Deutschland, erläutert den Zeitplan für die Markteinführung von Windows Server 2008 R 2 und Windows 7: „Ende Juli kommen beide Produkte ins Release to Manufacturing (RTM), der 22. 10. ist offizieller Verkaufsstart.“ Rottkay sieht Handlungsbedarf bei Firmen, die noch ältere Versionen verwenden, denn der Extended Support von Windows 2000 läuft aus. Er sieht einen Marktanteil von 74 Prozent in Deutschland für den Windows Server. Eineinhalb Jahre nach der letzten Version kommt nun R 2 als erste reine 64-Bit-Version.
Ein völlig neues Produkt ist der Windows Server 2008 R 2 Foundation für Unternehmen mit 3 bis 14 PCs. Als integrierte Lösung gibt es daneben den Small Business Server bis 49 PCs und für noch größere Kunden den Essential Server.
Der Foundation Server ist ein Einstiegs-Server für File-Print oder Terminal-Services. Er ist limitiert pauschal bis 15 Seats, es sind keine CALs notwendig, verfügbar ist Foundation über OEM. Laut Rottkay gibt es bei deutschen und internationalen OEMs großes Interesse an Foundation Server, weil sie damit ein neues Marktsegment erschließen können.
Der eigentliche Windows Server 2008 R 2 bietet Mehrwert bei Servervirtualisierung, der Hypervisor ist überarbeitet. Ein Connection Broker ist enthalten, was virtuelle Desktop Infrastrukturen (VDI) einfacher macht. Eine Automatisierung durch erfolgt durch eine Benutzeroberfläche (GUI) für die Powershell-Sprache, Remote Desktop Services, ASP.Net auf Server Core. Sklalierbar ist der Windows Server 2008 R 2 bis 256 Prozessoren. Viele Features nutzen Windows 7, was auf der gleichen Codebasis basiert. Bei Powermanagement gibt es einen neuen Level, die Sicherheit ist verbessert.
Die neue Funktion Direct Accesserlaubt den Zugriff auf Intranet ohne VPN. Es gibt noch einige Probleme mit Direct Access, weil es spät hinzugefügt wurde. Die Bugs werden im RTM gefixed.
Eine weitere Neuheit namens Branch Cache soll Kosteneinsparungen beim Netzwerkbettrieb ermöglichen. Branch Cache fragt dazu den hosted Cache Server ab.
Die Zweigstellensicherheit ist mit Read-only Copies besser. Es gibt eine verbesserte Integration von Remote Apps und fehlertolerante VPNs. Das Power Management ist umfassender, einzelne Cores können abgeschaltet werden, die Clients auf ein gewisses Level eingeschränkt werden, etwa in Call-Centern.
Rachel Linnemann, Windows Commercial Business Group Lead bei Microsoft, betont: „Wir haben Kunden und Entwickler in die Entwicklung von Windows 7 eingebunden.“ Windows 7 erlaubt höheres Datenaufkommen und unterstützt mehr Endgeräte. Es gibt eine optimierte Navigation, ist hochverfügbar für Unternehmen, kann schneller booten, es gibt weniger Unterbrechungen. Windows 7 ist kompatibel zu sehr vielen ISV-Anwendungen und bietet bessere Mobilität, leichtere Vernetzung und Gerätemanagement. Neu sind erweiterte Schutzfunktionen, Automatisierung durch Powershell 2.0., das Application Compatability Toolkit. Die Software für Vista läuft auf Windows 7.
Search Federation ist schneller und sucht aus Datenbanken und Sharepoint, unterstützt Open Search Protokoll mit multimedialer Ansicht.
Direct Access erlaubt Zugriff auf Unternehmensdaten von überall. Unterstützt von IP v6, Administratoren können Rechner patchen, auch wenn User nicht eingeloggt ist.
Branche Cache reduziert Datenvolumen, weil Dokumente auf lokalem Speicherplatz gesichert werden. Dies erlaubt Kosteneinsparungen und verbessert Sicherheit.
Bitlocker to go gibt es jetzt auch für USB-Sticks. Die Group Policy Richtlinien erlauben Wiederherstellung von Daten von verlorenen USB-Sticks und Notebooks und dient so der Sicherheit.
App Locker schützt Daten am PC und blockt Schadsoftware.
Windows XP für Professional und Ulimate integriert Altanwendungen in Windows 7. Multi-Touch funktioniert, was neue Geschäfts- und Marktchancen eröffnet, es sind schon Geräte verfügbar, die Steuerung durch Berührung unterstützen.
Die Taskleiste hat jetzt selbe Funktion wie Quicklauch-Bar, es gibt eine Live Vorschau von geöffneten Anwendungen und eine Contextsensitive Jumplist.
Der Zugriff auf das Netzwerk erfolgt über Smartcard mit IPsec Tunnel, die IP v6 Adressen beschränken sich auf Zielserver. Eine Funktion namens Windows P verbindet einen Computer automatisch mit dem Projektor. Hosted Desktop Anwendungen konfigurieren sich automatisch, Anwender sehen nur die Anwendungen, auf die sie Rechte haben.
Es ist einfach möglich- Web-Applikationen als Remote-Applikation zu bauen und Installer Pakete zu bauen, so dass auch ohne Windows 7 kann diese Funktion genutzt werden kann. Auch Hosted Desktops können freigegeben werden über Hyper V Clusterknoten.
Der Redirector erhöht die Skalierbarkeit, VMs werden automatisch heruntergefahren, wenn sie nicht genutzt wird.
Anfang September werden die Preise für Unternehmen kommuniziert. Einige deutsche Kunden sind teilweise jetzt schon in Testinstallationen.