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24.5.05

Neue XBox wirft Fragen auf

Mit der Vorstellung der Xbox360 will Microsoft seine Stellung im Entertainment-Bereich weiter ausbauen. Aber im Moment sind noch viele Fragen offen. Die endgültigen technischen Spezifikationen stehen nicht fest, insbesondere ist ungeklärt, ob das neue Gerät auch die bisher vorhandenen Xbox-Titel abspielen kann. Mit dieser Frage der Kompatibilität steht und fällt der Erfolg der Xbox 360: Marketing allein wird diesen Mangel, wenn er denn einer ist, nicht ausgleichen können. Von Seiten der Spielentwickler gibt es bereits Klagen, dass das neue Gerät die Programmierung neuer Software noch aufwändiger mache und damit kleine Firmen nicht mehr die Ressourcen hätten, um hier mitzuhalten. Alles Fragen, die Microsoft bis zum Verkaufsstart, sollte er noch in diesem Jahr erfolgen, beantworten muss.

W3C startet mobilen Standard

Das Worldwide Web Consortium (W3C), zuständig für Standards im Internet, will für mobile Geräte die Mobile Web Initiative einführen, um das Surfen auf Handys u.ä. zu erleichtern.

Zu den Unternehmen, die die neue Initiative unterstützen wollen, gehören Unternehmen wie Vodafone, France Telecom, HP und Volantis. Analysten urteilen, der neue Standard sei dringend notwendig, weil es bisher nur umständlich möglich sei, auf Web-Anwendungen von mobilen Geräten zuzugreifen. Von den 1,6 Milliarden Handy-Nutzern verwendet nur ein Bruchteil ihre Telefone, um zu surfen.

Siebel mit Problemen

Bei Siebel, weltgrößter Anbieter von Customer Relationship Software (CRM), hängt der Haussegen gründlich schief. CEO Mike Lawrie ist nach nicht einmal einem Jahr im Amt bereits wieder gefeuert worden. Sein Nachfolger George Shaheen erhält eine Erfolgsprämie, wenn er es binnen zwei Jahren schafft, 35 Prozent des Unternehmens zu verkaufen. Wahrscheinlichster Kandidat für eine Übernahme ist Oracle: Dort hat Finanzchef Jeff Henley soeben auf einer Analystenkonferenz bekräftigt, nach der erfolgreichen Akqusition von Peoplesoft sei die Ellison-Company nun weiter auf der Suche nach Firmenkäufen zur Abrundung des eigenen Portfolios.

Siebel leidet unterdessen an einer Abwanderungswelle. Viele Mitarbeiter gehen zu Hauptkonkurrent SAP. Das schlechte Betriebsklima ist dabei einer der Hauptgründe, der von vielen Mitarbeitern für den Abschied von Siebel genannt wird.

Real Media setzt auf Partner

Real Media, Spezialist für Wiedergabe von Musik und Audio im Web, hat lange Zeit nach dem Motto gelebt: „Der Starke ist am mächtigsten allein.“ Nun hat bei dem Unternehmen ein Umdenken eingesetzt. Die Öffnung gegenüber den Konkurrenzlösungen von Microsoft und Apple ist vollzogen, offene Standards werden unterstützt. Das ist eine Bewegung zur rechten Zeit: Im Gegensatz zu den Zeit des Dot.com-Hypes sind die Verbraucher jetzt bereit, für Multimedia zu bezahlen. Die flächendeckend eingeführten DSL-Anschlüsse erlauben es, Filme ohne große Qualitätsverluste am heimischen PC wiederzugeben.

Und nicht nur für die Endnutzer, auch für Unternehmen wird das Thema Video-Streaming zunehmend interessant. „Wir sehen ein großes Wachstum bei Web-Trainings“, berichtet Robert Holzer, Geschäftsführer des Real-Partners Intermedia Solutions. Einstiegslösungen für Universitäten sind von Real bereits für etwa 1.000 Euro pro Jahr für 250 Nutzer erhältlich.

Der werbefreie Real Player Enterprise ist das Grundgerüst, das von verschiedenen Servern zur Content-Erstellung und Verwaltung unterstützt wird.

Massenentlassungen bei HP befürchtet

Analysten erwarten einschneidende Schnitte beim Computer-Riesen Hewlett-Packard. Der neue CEO Mark Hurd hat zu seinem ersten Quartalsbericht drastische Kostensenkungen angekündigt, ohne näher auf Details einzugehen. Obwohl HP beim Umsatz um sieben Prozent und beim Gewinn um neun Prozent zugelegt hat, scheint Hurd den Sparkurs seiner Vorgängerin Carly Fiorina fortsetzen zu wollen.

Finanzanalysten schätzen nun, dass fünf bis zehn Prozent der Belegschaft das Unternehmen verlassen müssen, etwa 7.500 bis 15.000 Mitarbeiter. Auch Wettbewerber wie IBM und Sun haben in letzter Zeit Arbeitsplätze abgebaut. HP wird wahrscheinlich im August nähere Details zu den Entlassungen verkünden.

Vodafone-Chef besorgt über unlauteren Wettbewerb

Arun Sarin, CEO von Vodafone, ist beunruhigt über Wettbewerber, die mit unlauteren Methoden arbeiten: „Es drängen zunehmend Unternehmen in unseren Markt, die sich nur auf ihren Markennamen verlassen oder nur Basisdienste anbieten.“ Das ist eine offensichtliche Spitze gegen Microsoft, das verstärkt im Telekom-Sektor aktiv ist.

Sein eigenes Unternehmen sieht Sarin im zweiten Jahr der geplanten Restrukturierung auf einem guten Weg. Vor allem die datenbasierten Dienste (Internet) entwickle sich gut.