Direkt zum Hauptbereich

Nachfrage nach Tablets steigt

Die Nachfrage nach Tablets ist im zweiten Quartal 2020 stark angestiegen. Vor allem Samsung, Huawei und Lenvo profitieren.

Tablets sind gefragter als je zuvor, so die Marktforscher von IDCTablets entwickelten sich in der EMEA-Region zum ersten Mal seit sechs Jahren positiv und verzeichneten das stärkste Wachstum seit 2013, als der Markt noch nicht ausgereift war. Das Verbrauchersegment war mit einem Wachstum von 27,1% gegenüber dem Vorjahr der Hauptantrieb. Ausgelöst wurde dies durch die COVID-19-Pandemie.

„Die Nachfrage in Westeuropa blieb während des gesamten Quartals gesund, da sich Tablet als zuverlässige und erschwingliche Alternative für die Verbraucher herauskristallisierten, um ihren Bedarf an der Nutzung von Inhalten zu decken und während des Lockdowns Zugang zu Fernschulungen zu ermöglichen“, sagte Helena Ferreira, Forschungsanalystin bei IDC Western Europe Personal Computing Devices. „Weil sich im ersten Quartal des Jahres aufgrund schwerwiegender Engpässe in der Lieferkette ein Nachholbedarf angestaut hat, trug dies ebenfalls zu dem großen Volumen der Lieferungen bei.“

Tablet Markt EMEA Q2 2020 (Bildquelle: IDC)Tablet Markt EMEA Q2 2020 (Bildquelle: IDC)

Samsung behielt die Führung in EMEA und legte um sagenhafte 69,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Apple blieb auf dem zweiten Platz, was auf die Beliebtheit des iPad bei den Verbrauchern in Westeuropa und überzeugende Bildungslösungen zurückzuführen ist, wuchs aber mit einem Plus von 6,3 Prozent nur einstellig.

Huawei wuchs mit plus 51, 2 Prozent und behielt den dritten Platz, wobei der Hersteller seine Tablet-Geräte durch Werbekampagnen und Bündelungsangebote immer aggressiver in den Markt brachte.

Lenovos Tablets schlugen mit plus 74, 1 Prozent alle Rekorde. Die Erfolge im Bildungssektor sicherten dem Anbieter den vierten Platz in der EMEA-Region.

Amazon profitierte von dem sprunghaften Anstieg der Online-Verkäufe während des Lockdowns und eroberte den fünften Platz zurück, allerdings nur mit einem Wachstum von 5,2 Prozent.

IDC erwartet, dass der EMEA-Tablet-Markt im Kalender 3Q20 um 10,9% gegenüber dem Vorjahr springt und das Jahr 2020 mit einem Wachstum von 3,7% gegenüber dem Vorjahr abschließen wird. Entgegen den Erwartungen vor drei Monaten hat sich der Markt ab Juni nicht verlangsamt. Es wird erwartet, dass die wachsende Zahl von Geräten pro Haushalt dazu beitragen wird, ein lebhaftes drittes Kalenderquartal aufrechtzuerhalten.

Die Bildung wird auch weiterhin einen starken Einfluss auf den Absatz von Tablets im 3. Quartal haben, da die Zahl der Projekte zur Digitalisierung von Schulen zunimmt. Die Aussichten für das 4. Quartal und darüber hinaus bleiben nach zwei Quartalen mit starken Auslieferungen und den bevorstehenden Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs auf die Verbraucherausgaben konservativ.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

IFA 2020 Special Edition: Rückblick

 Die IFA 2020 Special Edition ist vorbei. Die Botschaft, lautet dass "die Technik wieder da ist" und dass die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätebranche  weiter voranschreiten. 

IBM attackiert Microsoft

IBM will das Office-Monopol von Microsoft nicht länger unangetastet lassen. Mit dem neuen Produkt Lotus Workplace Documents 2.5 integriert Big Blue die Open-Source-Alternative Open Office ins eigene Portfolio. Erster Kunde der neuen Büro-Software wird IBM selbst sein: Es ist geplant, Workplace Documents zügig an über 100.000 Arbeitsplätzen einzuführen, um sich die Lizenzzahlungen an Microsoft zu ersparen. Als größten Vorzug stellt Big Blue die Verfügbarkeit auf verschiedenen Plattformen heraus. Zunächst geplant sind Windows und Linux, später sollen auch Mac und Unix folgen. Die Workplace-Produktfamilie wird zunächst bei IBM als Alternative zu Lotus Notes geführt, erst in einigen Jahren werden die beiden Linien verschmelzen. Zielgruppe von Workplace sind Kunden, die eine Migration von Microsoft Exchange in Betracht ziehen, aber nicht die volle Leistungsfähigkeit und Komplexität von Lotus Notes benötigen. Die IBM-Partner sind begeistert: „Das wird der größte Erfolg seit der Einführung ...

IBM setzt auf dynamische IT-Infrastrukturen

IBM hat eine Reihe von neuen Produkte und Services vorgestellt, die IT-Infrastrukturen anpassungsfähiger und flexibler machen. Der Fokus liegt auf Kostensenkung und Nachhaltigkeit. Ein Teil der heute vorgestellten Produkte und Services wurde auch unter Mitwirkung des deutschen IBM Entwicklungs- und Forschungslabors in Böblingen vorbereitet. Das neue Infrastrukturkonzept betrifft nicht nur die Rechenzentren, sondern die gesamten Gebäude im Unternehmen, etwa auch die Rolltreppen: »Wir können jetzt komplettes Facility Management bieten«, berichtet Prof. Dr. Gunter Dueck, Cheftechnologe und Business Leader Dynamic Infrastructure, IBM Deutschland. IBM werde sozusagen zum Anlagebauer und liefere Komplettstrukturen statt Einzelelemente. Mittlerweile haben auch die ersten IBM Business Partner sich im Rahmen der Dynamic Infrastructure-Initiative ausgebildet. So wurde das Unternehmen FRITZ & MACZIOL von IBM als erster Partner in Europa zum Thema »Dynamic Infrastructure« zertifiziert. Der IBM...