Direkt zum Hauptbereich

Comarch steigt bei SoftM ein

Der polnische IT-Konzern Comarch, der mit rund 3.000 Mitarbeitern zu den führenden polnischen IT-Unternehmen zählt, wird sich mehrheitlich an der SoftM Software und Beratung AG, München, beteiligen.
Die Comarch Gruppe mit Hauptsitz in Krakau beteiligt sich im Zuge einer Kapitalerhöhung an der SoftM AG. Durch die Ausgabe von 1.500.000 Stückaktien fließen SoftM Mittel in Höhe von rund 5 Mio. Euro zu. Mit den Altaktionären der SoftM AG hat Comarch bereits einen Vertrag zum teilweisen Erwerb von Aktien geschlossen. Durch den Erwerb der Aktien von den Altaktionären sowie die Kapitalerhöhung wird Comarch die Mehrheit an der SoftM AG erhalten. Weiterhin hat Comarch mitgeteilt, dass die Gesellschaft den freien Aktionären der SoftM AG im Rahmen eines Pflichtangebots 3,45 Euro je SoftM Aktie anbieten wird. Die Altaktionäre werden auch nach der Transaktion an der SoftM AG beteiligt sein.
Im Jahr 2007 hat Comarch einen Umsatz von 154 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von 11,3 Mio. Euro erzielt. Das Unternehmen ist in den Zielmärkten Telekommunikation, Handel, Finanzwesen, IT-Infrastruktur, Öffentliche Verwaltung und SME (Small and Medium-sized Enterprises bzw. Mittelstand) als Anbieter von Software sowie Consulting-, Integrations- und Programmierdiensten aktiv.
SoftM fügt sich als eigenständiges Unternehmen mit unverändertem Management-Team und unveränderter strategischer Ausrichtung in die Comarch Gruppe in den Bereichen SME sowie IT-Infrastruktur ein. Der SoftM Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Hannes Merten behält ebenfalls seine Funktion bei. Zusammen wird der neue Konzern ca. 3.500 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von über 200 Mio. Euro erzielen.
Kommentar des SoftM Vorstandsvorsitzenden Franz Wiesholler: »Mit Comarch als Mehrheitsaktionär eröffnen sich neue Perspektiven für unsere innovativen Produktlinien und für unser Systemintegrationsgeschäft. Wir können ein deutlich höheres Wachstumstempo realisieren, als dies bisher möglich war. Insbesondere in den wachstumsstarken Märkten Osteuropas können wir uns durch die ausgeprägten direkten und indirekten Vertriebskanäle von Comarch sehr schnell zu einem bedeutenden Player entwickeln. Im Bereich Systemintegration haben wir Zugang zu neuen Märkten. Von diesem Zusammenschluss profitieren letztlich alle: unsere Kunden und Geschäftspartner, unsere Mitarbeiter sowie unsere alten und neuen Aktionäre.»
Comarch Gründer und CEO Prof. Janusz Filipiak ergänzt: »Mit SoftM kommt ein Unternehmen in unseren Konzernverbund, das sich über viele Jahre eine bedeutende Marktposition bei Unternehmenssoftware für mittelständische Unternehmen erarbeitet hat. Wir werden die Eigenständigkeit von SoftM erhalten und unterstützen in vollem Umfang die SoftM Strategie. Durch die Zusammenführung ergeben sich große Synergiepotentiale sowohl im Bereich der Software als auch bei der IT-Infrastruktur, da die SoftM Angebote unser Portfolio ideal ergänzen.«

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

IFA 2020 Special Edition: Rückblick

 Die IFA 2020 Special Edition ist vorbei. Die Botschaft, lautet dass "die Technik wieder da ist" und dass die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätebranche  weiter voranschreiten. 

So überwinden Sie die Angst vor der Digitalisierung

 Neue Technologien wie aktuell die Digitalisierung wecken Ängste vor Arbeitsplatzverlusten. Die Geschichte zeigt aber, dass diese Befürchtungen unberechtigt sind, denn wenn an einer Stelle Jobs wegfallen, so entstehen anderswo neue.

Oracle will J.D. Edwards-Channel reaktivieren

Datenbankriese Oracle hat viel vor. Nach den zahlreichen Zukäufen soll jetzt der Vertriebskanal ausgebaut werden, um besonders im ERP- und CRM-Segment den Marktanteil zu erhöhen. Dabei sollen sowohl kleine als auch große Partner rekrutiert werden. Rolf Schwirz, Geschäftsführer von Oracle Deutschland, hat große Pläne: »Wir wollen den Umsatzanteil unserer Partner, der derzeit 60 Prozent von unserem Umsatz ausmacht, weiter erhöhen.« Zu den derzeit über 10.000 europäischen Oracle-Partnern soll noch eine erhebliche Anzahl hinzukommen. Konkret stehen dabei drei Dinge im Vordergrund: Erstens soll die ERP-Lösung von J.D. Edwards wieder im deutschen Mittelstand über den Handel an den Mann gebracht werden, zweitens die Zusammenarbeit mit größeren SAP-Partnern gesucht werden und drittens soll die Neustrukturierung des Portfolios in Richtung Software-Orientierte Architektur es neuen Partnern ermöglichen, ihre vertikalen Anwendungen an die Oracle-Produkte anzubinden. Zum ersten Punkt: Für die de...