Direkt zum Hauptbereich

Intentia und Lawson, ein neuer Riese im ERP-Markt

Mit dem Zusammenschluss des schwedischen Unternehmens Intentia mit der amerikanischen Firma Lawson Software ist ein Anbieter entstanden, der sich schon an die vierte Stelle unter den ERP-Herstellern geschoben hat. Überschneidungen gibt es so gut wie keine, weil die Kundenbasis von Lawson fast ausschließlich auf die USA und die von Intentia auf Europa und Asien beschränkt ist. Die branchenspezifische Fokussierung von Intentia auf Fashion, Food & Beverage, Großhandel, Produktion und anlagenintensive Bereiche ist eine Ergänzung zur Ausrichtung von Lawson auf das Gesundheitswesen, den Einzelhandel, Behörden, Bildung und Finanzdienstleistungen. Das vereinigte Unternehmen will nun die Cross-Selling-Möglichkeiten ausnutzen. Im ERP-Segment ist es ein ernstzunehmender Player mit 4.000 Kunden, der mit einem jährlichen Gesamtumsatz von etwa 800 Millionen Dollar bei mittelständischen Kunden hinter SAP und Oracle, aber noch vor Microsoft und Sage an dritter Stelle steht. Es gibt aber Risiken: Die Integration wird Zeit brauchen, und angesichts der starken kulturellen Unterschiede zwischen Schweden und den USA steht ein dickes Fragezeichen dahinter, ob sie überhaupt gelingt.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

IFA 2020 Special Edition: Rückblick

 Die IFA 2020 Special Edition ist vorbei. Die Botschaft, lautet dass "die Technik wieder da ist" und dass die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätebranche  weiter voranschreiten. 

IBM attackiert Microsoft

IBM will das Office-Monopol von Microsoft nicht länger unangetastet lassen. Mit dem neuen Produkt Lotus Workplace Documents 2.5 integriert Big Blue die Open-Source-Alternative Open Office ins eigene Portfolio. Erster Kunde der neuen Büro-Software wird IBM selbst sein: Es ist geplant, Workplace Documents zügig an über 100.000 Arbeitsplätzen einzuführen, um sich die Lizenzzahlungen an Microsoft zu ersparen. Als größten Vorzug stellt Big Blue die Verfügbarkeit auf verschiedenen Plattformen heraus. Zunächst geplant sind Windows und Linux, später sollen auch Mac und Unix folgen. Die Workplace-Produktfamilie wird zunächst bei IBM als Alternative zu Lotus Notes geführt, erst in einigen Jahren werden die beiden Linien verschmelzen. Zielgruppe von Workplace sind Kunden, die eine Migration von Microsoft Exchange in Betracht ziehen, aber nicht die volle Leistungsfähigkeit und Komplexität von Lotus Notes benötigen. Die IBM-Partner sind begeistert: „Das wird der größte Erfolg seit der Einführung ...

Oracle will J.D. Edwards-Channel reaktivieren

Datenbankriese Oracle hat viel vor. Nach den zahlreichen Zukäufen soll jetzt der Vertriebskanal ausgebaut werden, um besonders im ERP- und CRM-Segment den Marktanteil zu erhöhen. Dabei sollen sowohl kleine als auch große Partner rekrutiert werden. Rolf Schwirz, Geschäftsführer von Oracle Deutschland, hat große Pläne: »Wir wollen den Umsatzanteil unserer Partner, der derzeit 60 Prozent von unserem Umsatz ausmacht, weiter erhöhen.« Zu den derzeit über 10.000 europäischen Oracle-Partnern soll noch eine erhebliche Anzahl hinzukommen. Konkret stehen dabei drei Dinge im Vordergrund: Erstens soll die ERP-Lösung von J.D. Edwards wieder im deutschen Mittelstand über den Handel an den Mann gebracht werden, zweitens die Zusammenarbeit mit größeren SAP-Partnern gesucht werden und drittens soll die Neustrukturierung des Portfolios in Richtung Software-Orientierte Architektur es neuen Partnern ermöglichen, ihre vertikalen Anwendungen an die Oracle-Produkte anzubinden. Zum ersten Punkt: Für die de...