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25.6.09

Citrix und Microsoft bilden V-Alliance

Microsoft und Citrix haben die Virtualization-Alliance für den Ausbau der Desktop- und Servervirtualisierung im gemeinsamen Channel geschlossen. Unausgesprochenes Feindbild ist VMware.
Microsoft und Citrix Systems kooperieren weltweit bereits seit 20 Jahren im Bereich der Anwendungs- und Desktopvirtualisierung. Mit der V-Alliance (www.v-alliance.de) startet ab sofort im deutschen Markt ein Pilotprojekt der Microsoft Deutschland GmbH und Citrix Systems GmbH, die die Partnerschaft auf lokaler Ebene in allen Bereichen der Virtualisierung und in einem gemeinsamen Partnerrecruitment stärken soll.
Beide Unternehmen bauen mit der V-Alliance die Server- und Desktop-Virtualisierung weiter aus.
Die ersten Initiativen zielen auf die Zusammenarbeit im Partnerkanal ab:
Geplant ist eine Channel-Roadshow von Juli bis September 2009. Die Roadshow startet in München und wird durch sechs deutsche Städte führen. Sie soll Citrix- und Microsoft-Partnern die Vorteile der gemeinsamen Virtualisierung aufzeigen, und den Transfer von Know-how im Bereich Desktop- und Servervirtualisierung sowie die Möglichkeit für intensives Training der Händler eröffnen.
Weiterhin sind gemeinsame technische Workshops zur Channel-Ausbildung in der Mache, bei denen Systemhäuser eine »Virtualization Competence« Zertifizierung erwerben können. Im Rahmen eines Online-Kongresses, der im Juli stattfindet, werden die Technologien von Citrix und Microsoft dem gemeinsamen Partnerkanal präsentiert.
Unternehmen, die Microsoft Windows Server 2008 Hyper-V als Virtualisierungsplattform einsetzen, profitieren von der V-Alliance besonders: Durch den Erwerb von Citrix Essentials für Hyper-V lassen sich beispielsweise zusätzliche Management-Funktionen für die Microsoft-Plattform nutzen. Damit unterstützen Citrix Systems und Microsoft Unternehmen aller Branchen dabei, ihre Rechenzentren kontrollierbar, skalierbar und flexibel zu unterhalten – unter Berücksichtigung bestehender Investitionen.
Karl-Heinz Warum, Geschäftsführer Deutschland und Senior Area Vice President Central Europe, Citrix Systems GmbH, erklärt: »Die V-Alliance ist keine Revolution, sondern eine sanfte Evolution.« Das Management von Virtualisierung werde immer wichtiger, die Themen komplexer. »Es geht darum, die Komplexität rauszunehmen und das erfordert einen kompetenten Channel.« Bei Drittanbietern würden die Systemhäuser oft allein gelassen, bei Microsoft und Citrix gebe es dagegen seit zehn Jahren keine Probleme in der Kooperation mit Partnern, so die Einschätzung von Warum. Es gehe darum, die Voraussetzungen für erfolgreiche zu schaffen, ohne Rückfragen, mit klaren Zuständigkeiten seitens Microsoft und Citrix und einer Feinabstimmung bei tiefe technischen Fragen und im Support. »Wir wollen die Partner-Basis für Großprojekte fit machen. Es kann beim Management von virtuellen Umgebungen einiges schiefgehen, und unzufriedene Kunden können wir uns nicht leisten«, erklärt Warum. Microsoft bringe große Expertise, die Initiative ist auf Wunsch der Partner gestartet worden. Warum scheut auch nicht vor Kritik an seinen Resellern zurück: »Es gibt ein Manko in Deutschland. Die Händler stellen keine kritischen Fragen beim Kunden. Sie müssen strategischer denken und eine End-to-End Betrachtung anstellen«. In Osteuropa seien die Systemhäuser in dieser Hinsicht schon weiter fortgeschritten.
Für Robert Helgerth, Direktor Mittelstand & Partner und Mitglied der Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH, steht die V-Alliance für ein engeres und näheres Zusammentreten, weil Partnerschaft zwischen Microsoft und Citrix sehr gut funktioniert. In Deutschland haben sich bereits 80 Partner auf Systemmanagement spezialisiert. Weitere Systemhäuser will Microsoft gewinnen, etwa 80 bis 100 Partner im Virtualisierungsumfeld in nächsten sechs Monaten sind geplant. »Es gibt ohnehin schon 99 Prozent Überlappung bei der Partnerbasis von Microsoft und Citrix,« so Helgerth. Es komme darauf an, eine End to End Betrachtung für Kundenberatung anzustellen. Der
Content für Trainings und die Support-Strukturen werden jetzt vorbereitet. Hyper-V und Citrix Essentials ergänzen sich, man müsse
Lösungskomponenten vermitteln. »Microsoft Deutschland will generell enger mit ISVs zusammenarbeiten, Citrix bringt uns einen substantiellen eigenen Channel«, betont Helgerth. Deutschland ist Vorreiter bei der V-Alliance, um die Best Practice in den Ländern testen.
»Die Partner erwerben in der V-Alliance Kompetenzen, es ist aber keine Zertifizierung geplant. Die Rekrutierung erfolgt unter zwei Aspekten. Unsere Partner verkaufen oft Wettbewerbsprodukte und fragen nach Abstimmung. Zum zweiten gehen wir auch direkt an Partner, die mit dem Mitbewerb arbeiten und wollen sie zu und herüberziehen«, erklärt Helgerth. Aufgabe der Partner sei es, den Kunden gut zu beraten.
Deswegen die Systemhäuser ihre müssen Kompetenzen erweitern.
Die Distributoren werden bei der V-Alliance bei den Trainings eingebunden, da sie ohnehin Citrix Authorized Learning Center sind. Helgerth erhofft sich einiges von der Zusammenarbeit: »Die Citrix-Spezialdistributoren bringen eine höhere Kompetenz mit als die Broadliner.«
Zunächst sind bei der V-Alliance sechs Roadshows an Microsoft Standorten geplant. Mit Diskussionen und Follow-up-Trainings soll ermittelt werden, welche Komponenten die Teilnehmer besonders interessieren.
Webinare dienen den für den tieferen Einstieg, wobei sowohl der Lösungs- und als auch Verkaufsüberblick im Mittelpunkt steht.

Virtualisierung und Storage in einem Schritt

Die Vossloh AG mit Sitz in Werdohl ist Produzent für Bahn- und Schienentechnik.
2008 erwirtschafteten die insgesamt knapp 4.700 Mitarbeiter einen Gesamtumsatz von über 1,2 Milliarden Euro. Anfang 2009 entschied sich der Konzern für eine auf Virtualisierung basierende IT-Infrastruktur. »Wir wollten den Hardwarebestand
deutlich reduzieren, konsolidieren und modernisieren«, sagt Uli Konrad, IT-Leiter der Vossloh AG. Zudem war geplant, das Zeitfenster für den Backup-Vorgang zu halbieren und die Kapazität der Festplatten mindestens zu verdreifachen. Der Zeitpunkt passte ideal: Der Leasingvertrag für die bestehenden Server lief aus, die Einführung des neuen Enterprise-Content-Management Systems (ECM) stand kurz bevor und die zunehmenden Engpässe in der Speicherkapazität verursachten einen immer größer werdenden Administrationsaufwand.
Im Vorfeld der Ausschreibungsphase erarbeitete Uli Konrad ein Anforderungsprofil für die neue IT-Infrastruktur, das klare Vorgaben enthielt: Unter anderem favorisierte
die Vossloh AG die NetApp-Technologie für die geplante Storage-Lösung.
In der Hardware-Ausschreibung setzte sich Fujitsu-Siemens-Computers gegen Wettbewerber IBM durch. Der Hersteller empfahl für die Projektumsetzung
seinen zertifizierten Partner ARGE hellweg data GmbH & Co. KG (ahd), der nach vielen vergleichbaren Virtualisierungsprojekten mit NetApp-Anbindung über bewährtes
und ausgezeichnetes Praxis-Knowhow verfügt. In den Vorgesprächen bestätigte das Werler Systemhaus die Vorschusslorbeeren von FSC und erhielt den Zuschlag des MDAXKonzerns.
Die Mischung aus Knowhow, transparenter Angebotsgestaltung und exzellenten Zertifizierungen in den erforderlichen Bereichen VMware und NetApp überzeugten. Uli
Konrad: »Die ahd punktete durch ihre Flexibilität, die sie schon in der Bieterphase
zeigte, die hohe Kompetenz der Consultants und nicht zuletzt wegen
des fairen Preises.«
Die ahd-Consultants empfahlen für die Projektumsetzung die sanfte Migration
auf eine VMware-Infrastruktur. Bei Bedarf wird die Festplattengröße
der virtualisierten Server im Handumdrehen erweitert, selbst das
Anlegen eines neuen Servers beansprucht nur wenige Minuten.
Die VMware-Umgebung wird von einem NetApp Fabric-Metro-Cluster als zentrale
Storagelösung gesichert. Die integrierte Snapshot-Funktion bürgt
für die zuverlässige und solide Datensicherung, die mit extrem kurzen
Wiederherstellungsintervallen arbeitet.
Andreas Rother, Geschäftsführer der ahd: »Snapshot erstellt binnen
Sekunden eine komplette Sicherungskopie der Daten. Diese Blitzaufnahme
erfolgt zu einem bestimmten, gewählten Zeitpunkt – und das unabhängig
von der Volume-Größe oder der Belastung des NetApp Storage-Systems.«
Die sanfte Migration auf die neue Infrastruktur verlief reibungslos innerhalb der vorgegebenen drei Wochen – und ohne Störung von Betriebsabläufen.
Uli Konrad: »Die ahd-Consultants haben die Umsetzung voll an
unsere Betriebsabläufe angepasst. Die angeschlossenen Clients haben
in ihrer gewohnten Umgebung störungsfrei weiterarbeiten können und
lediglich den Performance-Gewinn der neuen Systemlandschaft registriert«.
Die Blade-Server-Technologie von FSC unterstreicht die Zukunftssicherheit
der IT-Infrastruktur. »Blade-Server erlauben eine flexible Skalierbarkeit
der Kapazität«, berichtet Andreas Rother. »Das ist ein System, das mit
den Ansprüchen eines Unternehmens wächst.« Werden zusätzliche
Kapazitäten benötigt, schalten Uli Konrad und sein Team einfach einen
weiteren physikalischer Server als Blade in das Rack. Mit der neuen ITInfrastruktur
ist die Vossloh AG bestens für die zukünftigen Herausforderungen
gerüstet. »Alle unsere Erwartungen wurden erfüllt und teilweise
sogar übertroffen«, resümiert Uli Konrad.

Bundles aus Storage-und Servervirtualisierung gefragt

Der Distributor Magirus sieht Virtualisierung als Zukunftsgeschäft für Systemhäuser. Speziell im Mittelstand könnten Systemhäuser mit Bundle-Angeboten punkten. Ulrich Hampe, Country Manager, Magirus Deutschland, lässt sich nicht ins Bockshorn jagen: »Die konjunkturelle Lage ist fraglos kritisch, dennoch sind wir optimistisch. Gerade bei IT-Konsolidierungsthemen, in den Bereichen Storage, Virtualisierung und Daten-Deduplizierung gibt es nach wie vor eine starke Nachfrage.«
Derzeit hat Magirus im Storage-Bereich die Hersteller EMC, DataCore, FalkonStore und Commvault im Portfolio.
In den letzten zwölf Monaten dazugekommen sind Northern, Brocade/Foundry und Data Domain.
Zur aktuellen Nachfragesituation bemerkt Hampe: »Ganz klar ist Kostensenkung immer ein Thema. Daneben wollen unsere Business Partner Lösungen, die Storage administrierbar machen. Außerdem sind Virtualisierung und Dedupluzierungslösungen gefragt.«
Der Kunde habe vor allem das Bedürfnis, seine Investition noch im gleichen Geschäftsjahr zu amortisieren. Bundles sind vor allem für den Mittelstand interessant, da sie einen schnellen Einstieg zu geringen Kosten bei gleichzeitig enorm reduziertem Administrationsaufwand bieten.
In Deutschland ist laut Hampe die Nachfrage nach Beratung und Implementierung derzeit noch zöglich, aber mit Avocent, VMware und den ehemaligen PlateSpin-Produkten, jetzt Novell, sei Magirus hier gut positioniert.
Der Distributor veranstaltet sogenannte »Business Break Fasts« in ganz Deutschland direkt beim Reseller sowie Presales-Workshops und spezielle Events für Hoster und Service Provider.
Besonders zukunftsträchtig für Fachhändler ist speziell im SMB Bereich das Thema Virtualisierung. »Hier sind vor allem Bundles aus Storage-und Servervirtualisierung gefragt«, erklärt Hampe. Bei großen Unternehmen und Konzernen sind Managed Service Modelle ein Top Thema.