Direkt zum Hauptbereich

Asus Eee PC rollt den Markt auf

Der Eee PC von Asus ist ein Riesenerfolg, obwohl das Unternehmen seine potenziellen Käufer völlig falsch eingeschätzt hat. In der ersten Verkaufswoche wurden in Deutschland 20.000 Geräte an den Mann gebracht.

Der Asus Eee PC ist eigentlich als Gerät für völlige Computer-Neueinsteiger gedacht. Nur sind die tatsächlichen Käufer anders gestrickt: »Wir hatten völlig unterschätzt, wie viele Linux-Freaks sich das Gerät zulegen,« sagt Lars Schweden, Product Manager Mobile Products bei Asus. Daneben sind es in erster Linie Käufer, die ein Zweit- oder Dritt-Gerät wollen, die sich für das 299 Euro teure und 920 g schwere Sub-Notebook interessieren. Auf der Cebit wollen die Taiwanesen verschiedene neue Varianten des Eee PC vorstellen. Ausdrücklich will der Hersteller das Gerät nicht als Notebook verstanden wissen: »Die Produktentwicklung ist völlig unterschiedlich. Wir haben für den Eee PC eine eigene Entwicklungsabteilung mit 1.200 Ingenieuren, die in erster Linie Erfahrungen mit Motherboards mitbringen«, berichtet Schweden. In der Praxis werden die Käufer diese feine Differenzierung aber wohl kaum beachten.

In Deutschland sind binnen einer Woche 20.000 Eees verkauft worden. »Am Anfang haben sich die Händler teilweise noch zurückgehalten, aber jetzt haben wir starke Nachbestellungen. Wir werden wöchentlich Nachschub nach Deutschland bringen«, so Schweden weiter. Er will sicherstellen, dass auch kleinere Händler beliefert werden, auch wenn zunächst die Großen Priorität haben.

Und die ursprüngliche Zielgruppe will Asus nicht aus den Augen verlieren: »Es kommen jetzt schon Schulen und Ministerien auf uns zu, die den Eee im Unterricht einsetzen wollen«, erklärt Schweden.

Unterdessen schläft die Konkurrenz nicht: MSI will zur Cebit ein ähnliches, aber mit einem 10-Zoll-Display größeres Gerät vorstellen.

Und Gefahren lauern auch: »Wenn der Eee so stark nachgefragt wird, wird es für Hacker lukrativ, spezielle Angriffe auf die dort installierte Linux-Variante zuzuschneiden«, vermutet Christoph Hardy, Senior Security Consultant beim Antiviren-Hersteller Sophos.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

IFA 2020 Special Edition: Rückblick

 Die IFA 2020 Special Edition ist vorbei. Die Botschaft, lautet dass "die Technik wieder da ist" und dass die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätebranche  weiter voranschreiten. 

So überwinden Sie die Angst vor der Digitalisierung

 Neue Technologien wie aktuell die Digitalisierung wecken Ängste vor Arbeitsplatzverlusten. Die Geschichte zeigt aber, dass diese Befürchtungen unberechtigt sind, denn wenn an einer Stelle Jobs wegfallen, so entstehen anderswo neue.

Oracle will J.D. Edwards-Channel reaktivieren

Datenbankriese Oracle hat viel vor. Nach den zahlreichen Zukäufen soll jetzt der Vertriebskanal ausgebaut werden, um besonders im ERP- und CRM-Segment den Marktanteil zu erhöhen. Dabei sollen sowohl kleine als auch große Partner rekrutiert werden. Rolf Schwirz, Geschäftsführer von Oracle Deutschland, hat große Pläne: »Wir wollen den Umsatzanteil unserer Partner, der derzeit 60 Prozent von unserem Umsatz ausmacht, weiter erhöhen.« Zu den derzeit über 10.000 europäischen Oracle-Partnern soll noch eine erhebliche Anzahl hinzukommen. Konkret stehen dabei drei Dinge im Vordergrund: Erstens soll die ERP-Lösung von J.D. Edwards wieder im deutschen Mittelstand über den Handel an den Mann gebracht werden, zweitens die Zusammenarbeit mit größeren SAP-Partnern gesucht werden und drittens soll die Neustrukturierung des Portfolios in Richtung Software-Orientierte Architektur es neuen Partnern ermöglichen, ihre vertikalen Anwendungen an die Oracle-Produkte anzubinden. Zum ersten Punkt: Für die de...