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31.7.06

Microsoft reicht Dokumente bei EU ein

Im Kartellstreit mit der Europäischen Union hat Microsoft heute einen weiteren Zug getan: Die Wettbewerbskommission hat die Redmonder am 12. Juli mit einer Strafe von 285 Millionen Euro belegt, die ab heute um drei Millionen täglich erhöht wird, sollte Microsoft sich nicht der Entscheidung von 2004 fügen, Programmcode für Wettbewerber offen zu legen. Um diese Strafe abzuwenden, hat die Gates-Company heute Dokumente bei der EU hinterlegt, die die Forderungen erfüllen sollen. Die Kommission prüft nun, ob die Dokumente ausreichend sind.

Kauf von Mercury durch HP weckt Skepsis

Analysten und Wettbewerber haben ihre Zweifel, ob der Kauf von Mercury Interactive durch HP für die Kunden eine gute Sache ist: So verweisen die Marktforscher von Gartner darauf, dass sich HP bei der Integration von zugekauften Software-Unternehmen bisher keine Lorbeeren erworben habe. Insbesondere sei der Erwerb von Peregrine noch nicht verdaut. Auch sei es zweifelhaft, ob es im Großkonzern gelinge, die aggressive Verkaufs- und Marketingkultur, die Mercury bisher ausgezeichnet habe, zu bewahren. Insgesamt sollten Kunden den Kauf positiv bewerten, aber gegenüber von Unternehmensseite vorgezeichneten Roadmaps zur Integration eine gesunde Skepsis bewahren, so die Empfehlung der Analysten.
Noch kritischer äußern sich naturgemäß die Wettbewerber: Pat Durbin, CEO von Planview, äußert die Ansicht, mit großer Wahrscheinlichkeit sei der Deal zwischen HP und Mercury insbesondere auf das Testing-Geschäft (angebotsorientiert) von Mercury zurückzuführen. Das Unternehmen sei jedoch ebenso Anbieter einer IT-Governance-Produktlinie (bedarfsorientiert). Auch wenn HP die von Mercury eingeschlagene Richtung nicht ändern werde, so bedeute die Akquisition doch einen weiteren Schritt hin zur Konzentration von IT-Performance-Management-Tools bei den Anbietern von IT-Infrastruktur. "Wir bei PlanView sind nicht der Ansicht, dass diese Entwicklung im Interesse der IT-Organisationen und ihres Managements ist."