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26.5.05

Nintendo vor schweren Zeiten

Der japanische Hersteller von Spiele-Hardware und Software, Nintendo, hat im abgelaufenen Quartal seinen Profit um 3,6 Prozent gesteigert auf 111,5 Milliarden Yen. Für die nächste Zukunft ist das Unternehmen aber pessimistisch: Der Erfolg des neuen DS Portable Device kann den Umsatzrückgang bei den alten Konsolen Gamecube und Gameboy Advance nicht ausgleichen. Sechs Millionen verkaufte DS Portables sind weniger, als das Unternehmen selbst erwartet hatte.
Zudem dringt Sony mit seinem neuen System Playstation Portable in den Markt für mobile Spielkonsolen vor, in dem bisher Nintendo mit einem Marktanteil von 94 Prozent fast ein Monopol hatte. Auch auf der Software-Seite hat Nintendo zunehmend mit Wettbewerbern wie Electronic Arts zu kämpfen. Insgesamt hat die japanische Videospielindustrie im vergangen Jahr einen Umsatzrückgang von 19,8 Prozent verkraften müssen. Steigende Umsätze mit Software konnten den Einbruch bei der Hardware nicht ausgleichen: Insbesondere wegen Preissenkungen bei Gamecube und Playstation fiel der Hardware-Umsatz um 37,4 Prozent.

Wachstumsmöglichkeiten bei RFID

Bis 2007 wird sich die Radio Frequency Identification (RFID) Technologie in Europa auf breiter Front durchsetzen und ein Marktvolumen von fünf Milliarden Euro umfassen, erwartet das Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan. Zunächst stehen Einzelhandel und Behörden an der Spitze der RFID-Pioniere, aber auch die Branchen Transport, Logistik und Manufaktur zeigen großes Interesse. Im Moment behindern noch die hohen Preise für die Identifizierungschips, die so genannten Tags, den Marktdurchbruch. Aber der Preisverfall ist bereits im Gange.
Und damit wird RFID auch für Telekommunikationsunternehmen und mobile Provider interessant. Die bei RFID generierten Datenvolumen sind riesig und werden 2009 bereits im Terabyte-Bereich liegen. Um diese Lasten zu bewältigen, sind Konsortien aus verschiedenen Firmen nötig. Für Telkos ist es eine Möglichkeit, den Datenverkehr, der gegenwärtig nur niedrige Margen abwirft, qualitativ entscheidend zu verbessern.

Novell macht Miese

Novell hat im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2005 rote Zahlen geschrieben. 16 Millionen Nettoverlust standen zu Buche (Vorjahr 15 Millionen Dollar). Besorgniserregend für das Software-Unternehmen ist es, dass das traditionelle Geschäft mit Netware-Produkten schneller zurückgeht als erwartet. Das Geschäft mit Neulizenzen ist um etwa ein Viertel eingebrochen auf 45,7 Millionen Dollar bei einem Gesamtumsatz von 297 Millionen Dollar. Die zugekaufte Suse-Software als künftiger Hoffnungsträger hat dagegen gerade einmal acht Millionen Dollar für Wartungsverträge eingebracht. CFO Joe Tibbets gestand ein, dass das Geschäft mit Software, auch Linux, insgesamt enttäuschend verlaufen sei.
Da Finanzanalysten mit einem Profit gerechnet hatten und diese Erwartungen von Novell nicht erfüllt wurden, brach der Börsenkurs des Unternehmens nach Bekanntgabe der Quartalszahlen um sieben Prozent ein.