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25.5.05

Europa hinkt hinterher

Der alte Kontinent wird in diesem Jahr im IT-Sektor nicht so schnell wachsen wie der Rest der Welt. Die Analysten von Gartner erwarten für dieses Jahr ein weltweites Ausgabenvolumen für IT von 2,6 Billionen Dollar, was einem Wachstum von 5,6 Prozent entspricht. In Europa ist das Wachstum langsamer und beträgt nur 3,6 Prozent bei einer Gesamtsumme von 697 Milliarden Dollar. Dieses langsame Wachstum sei auf einen Mangel an Vertrauen in die gesamte wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen, urteilen die Analysten.
In den einzelnen Sektoren erwarten die Marktforscher bei Hardware ein weiteres Wachstum der Büro-Notebooks auf etwa 20 Prozent an der gesamten PC-Ausstattung. Hardware- und Software-Virtualisierung wird dafür sorgen, dass die Computer stets den aktuellen Datenbestand vorhalten, auch wenn sie nicht physisch ans Netz angebunden sind.
Bei Software ist eine neue Generation von Unternehmensanwendungen zu erwarten, die die Vorzüge der Software Orientend Architecture nutzt. Schwarz sehen die Analysten aber für Programmierer: Bis 2009 werde die Zahl der in Unternehmen beschäftigten Anwendungsentwickler um etwa 30 Prozent zurückgehen.
Bei den Netzwerken steht der Durchbruch für IP-Telefone zu erwarten. Bis 2008 werden 80 Prozent der PCs an Server angebunden sein, die IP-Telefonie unterstützen.
Im Dienstleistungsbereich setzt sich Outsourcing zunehmend durch: Bis 2015 werde die Mehrzahl der Unternehmen ihre IT-Operationen extern verwalten lassen, sind die Analysten überzeugt.

Allianz zwischen Sun und Microsoft macht langsam Fortschritte

Vor einem Jahr haben sich Sun und Microsoft darauf verständigt, das Kriegsbeil zu begraben und künftig zusammenzuarbeiten. Die Verbindung hat bereits einige Früchte getragen, allerdings müssen beide Unternehmen noch einige Hürden überwinden.
Konkrete Fortschritte sind erreicht worden in folgenden Bereichen:
1. Eine gemeinsame Entwicklung von zwei Protokollen, die Single-Sign-On-Zugang auf Systeme erlauben, die auf Architekturen gemäß der Standards Liberty Alliance (geführt von Sun) und den Microsoft Web-Services-Spezifikationen basieren.
2. Zusammenarbeit in der Entwicklung der WS-Management-Spezifikation.
3. Sun implementiert das Microsoft Remote Desktop Protocol, um den hauseigenen Sun Ray Thin Clients den Zugriff auf Microsoft Terminal Services zu ermöglichen.
Das sind gute Anfangserfolge, aber es fehlt derzeit noch der strategische Durchbruch. Um zu einer wirklich effektiven Zusammenarbeit zu kommen, müssen beide Unternehmen noch ihre Hausaufgaben besser machen. Insbesondere ist es nötig, dass es zwischen Liberty Alliance und WS Web-Services zu einer echten Interoperabilität kommt, die sich nicht auf den bloßen Zugang beschränkt.

Gartner: Datenbankmarkt wächst

Nach langen Jahren der Stagnation setzen die Anbieter von relationalen Datenbanken nun wieder auf Wachstum. Der Markt ist im vergangenen Jahr laut dem Marktforschungsinstitut Gartner um zehn Prozent gewachsen. Die größten Gewinner sind erneut Oracle und Microsoft.
Beide haben ihren Anteil am Kuchen auf Kosten von IBM ausgeweitet. Besonders beunruhigend für Big Blue ist es, dass erstmals nicht nur die vor einigen Jahren zugekauften Produkte von Informix Federn lassen mussten, sondern auch das Stammgeschäft mit DB2 nachgelassen hat.
Insgesamt betrug das Marktvolumen in 2004 7,78 Milliarden Dollar. IBM hat mit 34,1 Prozent den größten Marktanteil, allerdings sind dies 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Oracle konnte seinen Anteil dagegen um 0,7 Prozent auf 33,7 Prozent steigern, Microsoft um 1,3 Prozent auf 20 Prozent.
Datenbanken auf Windows-Basis sind um zehn Prozent gewachsen, hier sind naturgemäß die Redmonder der Platzhirsch mit einem Anteil von 50,9 Prozent. Das Unix-Segment ist dagegen mit einem Rückgang um 0,7 Prozent leicht geschrumpft. Stärkster Wachstumsmarkt ist Linux, mit einem Volumen von 654.8 Millionen Dollar immer noch relativ klein. Im vergangenen Jahr hat sich das Open-Source-Segment aber mehr als verdoppelt und wird von Oracle mit einem Marktanteil von über 80 Prozent beherrscht.
Für IBM wird es nun im kommenden Jahr eine Herausforderung sein, den Trend umzukehren und den technisch überlegenen Oracle-Produkten endlich eine gleichwertige Software gegenüberzustellen. Big Blue setzt dazu auf das Viper-Projekt, das es ermöglichen auch unstrukturierte Daten mittels XML-Abfragen in DB2 zu verarbeiten.